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Polit- und Gesellschaftstalk

Alles was sonst keinen Platz findet
btsvfreak54
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von btsvfreak54 »

Prill hat geschrieben: 02 Okt 2026, 14:09 Da haben wir einen Punkt.
Mangelnde Bildung darf nicht aufs Sozialsystem schlagen.
Es gibt Arbeit für jeden einzelnen, evtl. nicht immer die Arbeit die man machen möchte, aber jeder der Arbeit zahlt ins System ein und zieht kein Geld raus.
Zeitgleich muss aber klar sein, dass Arbeit sich lohnen muss, bzw. es sich auf gar keinsten Fall lohnt NICHT zu arbeiten.

Ich habe einige Jahre in China gelebt, da arbeiten alle.
Da waren Menschen mit amputierten Gliedmaßen mit Elektrokarren unterwegs und haben Unrat aufgesammelt.
Keine Leistung fürs Nichtstun.
Das schafft nur faule Menschen.
Es ist nicht alles verkehrt, was außerhalb von Deutschland passiert.
Und das findest du erstrebenswert? Da sind wir bald auch wieder bei der Kinderarbeit. Warum nicht direkt zurück ins Mittelalter? Dafür aber leistungsloses Einkommen bei allen Groß-Erben, die von ihrem nicht selbst geschaffenen Kapital und dessen Erträgen leben können. Turbo-Kapitalismus in Reinkultur. Armes Deutschland. Dann denk das mal zu Ende, dann wirst du am Horizont eine verarmte, zugrunde gerichtete Gesellschaft erkennen. Das ist ein riesiger Blödsinn, den du da schreibst, sorry.
Prill
Löwe
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von Prill »

Was hat das denn mit Kinderarbeit zu tun?
Da driftest du aber weit ab.

Und ja, ich finde genau das erstrebenswert.
Keine Leistung - kein Geld.
Ausnahmen muss und darf es natürlich geben.
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ChR15
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von ChR15 »

Arbeit muss sich lohnen, die Betonung liegt auf Lohn. Der muss eine entsprechende Höhe haben. Das Problem wird nicht gelöst, indem die Bürgergeldsätze gesenkt werden, damit werden die Löhne tendenziell weiter gedrückt und den Unternehmen wird noch mehr Macht gegenüber den Arbeitern gegeben als ohnehin schon. Das ist die sehr destruktive Denkart eines Carsten Linnemanns, ein Mann der selbst in seinem Leben noch nie gearbeitet hat, aber Menschen in jede(!) Arbeit zwingen will.

Ungeachtet der Kindearbeit, aber Leute die ohne Gliedmaßen Unrat aufsammeln, weil sie es müssen und sie sonst keine Unterstützung erhalten. Ich finde den Vergleich übrigens gar nicht so sehr abgedriftet. Kinder erbringen schließlich auch keine Leistung..

Das ist kein Deutschland in dem ich leben möchte. Mir sind die oftmals älteren Pfandsammler und zahlreichen Obdachlosen schon zu viel. Deutschland hätte die Möglichkeit vielen dieser Menschen zu helfen und man mag es sich kaum vorstellen: Geld ist nicht das Problem.
nurderBTSV!
btsvfreak54
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von btsvfreak54 »

Ich drifte da überhaupt nicht ab, du fordest doch eindeutig das Zurückdrehen des Sozialstaates, wo fängt das an und wo endet das? Alle die das Mantra des Arbeitens so hoch hängen, dass kaum noch einer dran kommt, sollten sich mal Gedanken darüber machen, wo in Zukunft die ganze Arbeit herkommen soll. Die Menschen werden in einer hoffentlich zukünftig vernünftig agierenden Gesellschaft deutlich weniger arbeiten (müssen), da die Arbeit und somit auch die Einkünfte gerecht verteilt werden müssen, möglicherweise auch unter Zuhilfenahme des bedingungslosen Grundeinkommens. Insgesamt werden seit vielen Jahren konservative Strukturen weiter verfolgt bzw, wieder neu belebt. Wo wir damit hinkommen, ist deutlich auszumachen, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage wird immer problematischer und tendiert gegen unlösbar. Wir brauchen neue und innovative Lösungen, nicht einen Rückfall in überkommene Zeiten. Ein Beispiel, wir haben es in den 2000er Jahren, danke Frau Merkel, versäumt, den Umbau Richtung erneuerbare Energien zu forcieren. Falls es einige noch nicht merken, das ist gerade dabei, uns auf die Füsse zu fallen. Alle ewig gestrigen glauben ja offensichtlich, wenn es in absehbarer Zeit kein Erdöl mehr gibt, wächst das iwie nach. Wir müssen endlich anfangen in neuen Kategorien zu denken, denn teilweise bewegen wir uns bereits in diesen. Naja, wenn`s ganz schlimm wird, bin ich aller Wahrscheinlichkeit schon dauerhaft verreist. :D :D
Prill
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von Prill »

Ich sehe es halt anders.
Nicht arbeiten, weil man es muss, sondern weil man will.
Jeder kann ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft sein.
Behinderte brauchen kein Mitleid, sondern das Gefühl gebraucht zu werden.
Und zu den Kindern….
Die sollen nicht arbeiten, sondern die Schulbank drücken.
Lernen und etwas aus ihrem Leben machen.

Hier in Deutschland ist es möglich, ohne Schulausbildung, ohne Ausbildung und ohne Bock daran etwas zu ändern genauso viel Geld zu bekommen, wie Menschen die im unteren Lohnsegment.

Aktuell stützt sich das Land auf ca. 35 Millionen Menschen.
Das System ist kaputt und es muss sich etwas ändern.

Arbeit gibt es genug.
Alleine in der Stadtreinigung, in der Pflege, in Werkstätten, usw.
Es gibt übrigens auch noch sehr viele freie Lehrstellen, aber lassen wir das lieber.

Ich sollte es auch lassen hier weiter zu schreiben.
Auch in China gelernt….
Über Politik und Religion diskutiert man nicht.
btsvfreak54
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von btsvfreak54 »

Na dann ist ja alles gesagt. :shock:
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SchmackieBS
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von SchmackieBS »

Prill hat geschrieben: 02 Okt 2026, 15:46 Ich sehe es halt anders.
Nicht arbeiten, weil man es muss, sondern weil man will.
Jeder kann ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft sein.
Behinderte brauchen kein Mitleid, sondern das Gefühl gebraucht zu werden.
Und zu den Kindern….
Die sollen nicht arbeiten, sondern die Schulbank drücken.
Lernen und etwas aus ihrem Leben machen.

Hier in Deutschland ist es möglich, ohne Schulausbildung, ohne Ausbildung und ohne Bock daran etwas zu ändern genauso viel Geld zu bekommen, wie Menschen die im unteren Lohnsegment.

Aktuell stützt sich das Land auf ca. 35 Millionen Menschen.
Das System ist kaputt und es muss sich etwas ändern.

Arbeit gibt es genug.
Alleine in der Stadtreinigung, in der Pflege, in Werkstätten, usw.
Es gibt übrigens auch noch sehr viele freie Lehrstellen, aber lassen wir das lieber.

Ich sollte es auch lassen hier weiter zu schreiben.
Auch in China gelernt….
Über Politik und Religion diskutiert man nicht.
Über Religion kannste nicht diskutieren, weil es eine Frage des Glaubens ist. Über Politik sollte man diskutieren, weil es hier um Fakten gehen sollte... auch wenn es hier irgendwie auch immer mehr in Richtung Glaubensfrage geht worin ich auch gleich zum vorher markierten Punkt des Zitates komme.

An der Stelle ist das System kaputt. Das System ist eine Maschine, die man richtig bedienen muss. Ich bin komplett stolz auf unsere Verfassung. Da haben uns die Siegermächte etwas aufgedrückt, das teilweise deutlich besser ist, als ihre eigenen Verfassungen.

Aber! So richtig stark wird die Verfassung nicht mehr geehrt. Das geht bereits bei der Würde des Menschen und der Gleichheit los.

Wenn man die Höhe des Bürgergeldes auf Basis des Minimalen Standards für ein menschenwürdiges Lebens festsetzt, hat man eigentlich keinen Hebel für Kürzungen, weil man damit die Würde des Menschen angreifen würde. Den Hebel darf es eigentlich nicht geben. Über eine sinnvolle Beteiligung an Arbeitstätigkeiten für das Allgemeinwohl, kann man dann schon eher diskutieren. Aber das sollte nicht über den Zwang kommen. Was aber in der aktuellen Gesellschaft kaum denkbar ist.

Die Politik hat komplett versagt, die wichtigsten Dinge für eine funktionierende Gesellschaft zu etablieren: Zusammenhalt, Wertschätzung für einander und die Idee, dass WIR der Staat sind. Steuern werden verteufelt, dabei sind sie der Betrag, denn wir bezahlen, damit es um uns herum einfach läuft. Das ich mir keine Sorgen machen muss, ob meine olle Gastherme diesen Winter was zum Verbrennen hat, dass ich keine Angst haben muss, dass die Brücke über die ich zur Arbeit fahre einfach mal zusammenbricht, weil sie marode ist. Dass ich mir keine Sorgen machen muss, wenn ich schwer erkranke und Monate nicht mehr arbeiten kann, auf der Straße zu landen.

Da ist so vieles, was wir als völlig normal betrachten, was wir von unseren Steuern bezahlen, was in anderen Ländern absolut nicht normal ist. Wir sehen aber oft nur, dass wir sooooo viel von unserem Lohn abdrücken müssen aber seltener, was für dafür bekommen und eben auch unseren Mitmenschen ermöglichen.

Aber die Polik kehrt das in den Hintergrund, stattdessen geht es nur darum, die anderen Parteilen schlecht zu reden. Da werden gute Ideen schlecht geredet, weil es u.U. dieser anderen Partei Wählerstimmen bringen würde. Die Politk lebt vor, dass man GEGENEINANDER handelt, statt miteinander. Aber genau das brauchen wir.

Solidarität und Stolz einen Teil der Kosten dieser Gemeinschaft zu tragen. Den Willen zu haben, wenn man getragen wird, auf irgendeine Weise etwas zurückzugeben. UND! Es müssen ALLE mitmachen. Die Stärksten entziehen sich aber oft ihrer Verantwortung. Und damit meine ich nicht die Leute mit 200k Einkommen im Jahr. Nichtmal die mit 1Mio pro Jahr. Das sind die aktuell Starken, die das System buckeln. Ich meine da sehr viel höhere Sphären, wo es massiv ungerecht wird, weil dort durch Steuertrickserei eigentlich viel viel weniger für die Gesellschaft gezahlt wird als sinnvoll wäre. Und hier schließt sich mein Kreis mit der Verfassung, die sieht ja eine Vermögensteuer für diese ganz großen Vermögen vor. Diese Regel ist aber ausgesetzt.... ja bitte, wie lange denn noch? Und warum? Weil die ganze Reichen, die aktuell eh kaum was zahlen, dann wegziehen? Na und? Wenn sie eh kaum Steuern zahlen ist das ja gar keine Drohnung. Wo leben außerdem sehr sehr viele Superreiche? In der Schweiz und was hat die Schweiz eine Vermögenssteuer.

Ich glaube die Politik müss hier unbedingt ein Zeichen setzen, dass ALLE ihren Teil beitragen und es keine Ausnahmen gibt, um so ganz langsam wieder einen Zusammenhalt zu schaffen. Die Parteien, die in irgendeiner Form das Wohl des Staates also unser Wohl im Sinn haben, müssen aufhören sich gegenseitig über das WIE zu zerfleißen, sonst geben sie den Extremen Parteien nur Futter. Wir brauchen Gerechtigkeit und Miteinander, nur dann können wir diese riesigen Probleme lösen, die vor uns liegen und Ängste schüren und Politk zur Glaubensache machen, dass zur sachlichen Diskussion über Fakten.
mit Prädikat: Brunswiga Klinterklater
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