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Polit- und Gesellschaftstalk

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ChR15
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von ChR15 »

Reinders 26 hat geschrieben: 29 Sep 2026, 17:37 Nicht gut! Das hier Beiträge,kommentare gelöschst werden....schade eigendlich
btsvfreak hat es auf den Punkt gebracht. Für die Interessierten, gelöscht habe ich:

"🥱....kommts mal zum Fussball"
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Prill
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von Prill »

Ich kann zumindest behaupten, dass ich für meinen Wohlstand gearbeitet habe.
Viele Jahre über 10 Stunden und 300 Tage im Jahr.

Dass ich von dem hart erarbeiteten “Vermögen“ etwas abgeben MUSS, sehe ich nicht ein.
Ich spende, wenn ich es für richtig halte und an wen ich spenden möchte.
Das Geld wurde bereits versteuert als Einkommen, es wird nochmal versteuert wenn ich etwas kaufe und es wird auch versteuert, wenn ich es vererben möchte.
Wieviel Steuern soll ich noch bezahlen?
Ich denke es reicht mal hin.

Im Grundgesetz steht jeder hat das Recht auf Arbeit.
In unserem Lande ist es leider dazu gekommen, dass viele aus dem Recht auf Arbeit ein Recht auf Einkommen ohne Leistung ableiten und da geht mir die Hutschnur hoch.

Da sehe ich die Sozialschmarotzer und nirgendwo anders.
Dabei möchte ich ausdrücklich die ausnehmen, die gesundheitlich nicht arbeiten können, oder auch die, die aus verschiedenen Gründen nicht arbeiten dürfen.

Deutschland ist ein Land mit Steuereinnahmen im Topbereich des Ländervergleiches.
Vielleicht muss mal umgedacht werden.
Nicht mehr Einnahmen, sondern einfach weniger Ausgaben.

Nur mal ein Beispiel:
Warum steht jedem eine eigene Wohnung zu?
Ich kenne Menschen, die unterhalten zwei vom Amt bezahlte Wohnungen, weil es einfach mehr Geld gibt.
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da gab es Männerpensionen und jedem Stand ein Zimmer zu.
Mit Etagenbad, da hat man von sich schon zugesehen, dass man sich eine eigene Wohnung “leisten“ konnte.

Ich kenne ebenso viele Migranten, die gerne arbeiten möchten und nicht dürfen.
Einige schämen sich Geld fürs nichts tun zu bekommen.
Eine Arbeitserlaubnis hat keiner von ihnen erhalten, weil ihr Status noch in Klärung ist.

Deutschland stranguliert sich selbst und ich empfinde das als furchtbar nichts daran ändern zu können.

Da ändern auch freie Wahlen nichts dran.
Unser demokratisches System behindert sich sogar ein Stück weit selbst, weil es nur über Koalitionen Mehrheiten gibt.
Die Parteien der Mitte blockieren sich gegenseitig und weder Links- noch Rechts kann ich mit meinem Gewissen vereinbaren.

Es gibt so viele Probleme bei uns im Land.
Unserer Regierung und allen Alternativen traue ich nicht zu das zu lösen.
Traurig, aber wahr.
Reinders 26
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von Reinders 26 »

btsvfreak54 hat geschrieben: 29 Sep 2026, 17:48 Wenn die nur polemisch sind und mit dem Thema nix zu tun haben, ist das doch okay. Wenn jemanden ein Thema nicht interessiert, dann braucht er sich in diesem Thread ja nicht zu äußern, muss noch nicht einmal drin lesen.
Zur Kenntnis genommen..alles klar
btsvfreak54
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von btsvfreak54 »

@Prill
Ich weiß ja nicht, wie groß dein Vermögen ist, aber dir Grünen haben z.B. heute eine Initiative angeregt, da geht es in dieser angesprochenen Sache um Vermögen ab 500 Millionen Euro. Solltest du also auf dieser Ebene angesiedelt sein, wirst du aus meiner Sicht zurecht etwas mehr zu unserem Wohlfahrtsstaat beisteuern müssen. Ist das nicht der Fall, gehörst du zunächst mal nicht zu den Betroffenen. Falls das nicht herauszulesen war, auch mir geht es zuvorderst um die sehr großen Vermögen.
Übrigens, es gibt einen notleidenden Verein in der 2. Liga, nurmal so! Ich hoffe, du kannst ein bißchen Spaß verstehen. BGG
btsvfreak54
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von btsvfreak54 »

Eins noch: Winston Churchill hat mal gesagt, "die Demokratie ist die schlechteste Staatsform, die es gibt, aber ich kenne keine bessere," Soviel zum Thema Mehrheiten und Koalitionen. Sag mir was Besseres und ich folge dir-
Prill
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von Prill »

Bis zu den 500 Millionen habe ich noch etwas Luft 😬😎
etwas besseres als Demokratie kenne ich nicht und ich möchte die Freiheit, die mit der Demokratie einhergeht auch auf keinen Fall missen.
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ChR15
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von ChR15 »

Prill hat geschrieben: 29 Sep 2026, 18:39 Ich kann zumindest behaupten, dass ich für meinen Wohlstand gearbeitet habe.
Viele Jahre über 10 Stunden und 300 Tage im Jahr.

Dass ich von dem hart erarbeiteten “Vermögen“ etwas abgeben MUSS, sehe ich nicht ein.
Ich spende, wenn ich es für richtig halte und an wen ich spenden möchte.
Das Geld wurde bereits versteuert als Einkommen, es wird nochmal versteuert wenn ich etwas kaufe und es wird auch versteuert, wenn ich es vererben möchte.
Wieviel Steuern soll ich noch bezahlen?
Ich denke es reicht mal hin.

Im Grundgesetz steht jeder hat das Recht auf Arbeit.
In unserem Lande ist es leider dazu gekommen, dass viele aus dem Recht auf Arbeit ein Recht auf Einkommen ohne Leistung ableiten und da geht mir die Hutschnur hoch.

Da sehe ich die Sozialschmarotzer und nirgendwo anders.
Dabei möchte ich ausdrücklich die ausnehmen, die gesundheitlich nicht arbeiten können, oder auch die, die aus verschiedenen Gründen nicht arbeiten dürfen.

Deutschland ist ein Land mit Steuereinnahmen im Topbereich des Ländervergleiches.
Vielleicht muss mal umgedacht werden.
Nicht mehr Einnahmen, sondern einfach weniger Ausgaben.

Nur mal ein Beispiel:
Warum steht jedem eine eigene Wohnung zu?
Ich kenne Menschen, die unterhalten zwei vom Amt bezahlte Wohnungen, weil es einfach mehr Geld gibt.
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da gab es Männerpensionen und jedem Stand ein Zimmer zu.
Mit Etagenbad, da hat man von sich schon zugesehen, dass man sich eine eigene Wohnung “leisten“ konnte.

Ich kenne ebenso viele Migranten, die gerne arbeiten möchten und nicht dürfen.
Einige schämen sich Geld fürs nichts tun zu bekommen.
Eine Arbeitserlaubnis hat keiner von ihnen erhalten, weil ihr Status noch in Klärung ist.

Deutschland stranguliert sich selbst und ich empfinde das als furchtbar nichts daran ändern zu können.

Da ändern auch freie Wahlen nichts dran.
Unser demokratisches System behindert sich sogar ein Stück weit selbst, weil es nur über Koalitionen Mehrheiten gibt.
Die Parteien der Mitte blockieren sich gegenseitig und weder Links- noch Rechts kann ich mit meinem Gewissen vereinbaren.

Es gibt so viele Probleme bei uns im Land.
Unserer Regierung und allen Alternativen traue ich nicht zu das zu lösen.
Traurig, aber wahr.
Bei den Vermögen, die zu versteuern wären, würde es reichen bei 10 Millionen+ anzusetzen, damit ist die normale Arbeiterschaft komplett raus aus der Rechnung. Ich habe es schon auf eine der vorigen Seiten geschrieben, an der Einkommenssteuer muss gar nicht zwangsläufig viel nachjustiert werden, dort ist die Ungleichheit halbwegs okay, abgesehen vom Niedriglohnsektor und der Gruppe, die trotz Arbeit auf Unterstützung vom Amt angewiesen sind. Die Vermögensungleichheit, die primär durch quasi steuerfreie Erben immer weiter anwächst, ist eine große Wurzel der Probleme.

Ich würde dort direkt die Gegenthese aufstellen, dass das die eigentlichen Sozialschmarotzer sind. Hier geht nämlich viel mehr Geld verloren als an ein paar Bürgergeldempfängern, dessen Bezüge umgehend wieder in die Wirtschaft fließen, weil es in der Regel komplett verkonsumiert wird. Der Bäcker von nebenan profitiert vom Bürgergeld daher wahrscheinlich eher, als dass es ihm schadet, weil "seine Steuern" nicht verbraten werden, sondern Brötchen davon gekauft werden können. Anders siehts aus bei Vermögen und Erben, wo das meiste Geld in Familienstiftungen oder ausländischen Fonds geparkt wird.

Zu deinem Beispiel:
Wie du selbst schreibst, beinhaltet das Grundgesetz das Recht auf Arbeit. Das Völkerrecht hingegen hat das Recht auf Wohnen fest verankert, bereits seit 1966. Für eine der reichsten und immer noch wirtschaftsstärksten Nationen wie Deutschland, fallen mir keine adäquaten Erklärungen ein, die die Ignoranz dieses Völkerrechts auch nur ansatzweise rechtfertigen könnte. Wenn du da Ideen hast, ich freue mich immer über neue Argumente.

Nur weil du dich mehr anstrengst, wie du suggerierst, fällt bezahlbarer Wohnraum trotzdem nicht vom Himmel. 30-50% sind WBS berechtigt, in Großstädten liegen diese Werte noch höher. Das meritokratische Prinzip funktioniert in diesem Fall nur sehr bedingt, wenn du keinen entsprechenden Hintergrund hast.

Das Problem, dass Migranten und Geflüchtete keine Arbeitserlaubnis ist in der Tat ein Riesenproblem und verursacht ein Dutzend weitere. Warum die Prozesse dahingehend nicht beschleunigt und Regelungen gelockert werden ist als Außenstehender unbegreiflich.

Zu viele Ausgaben gibt es in Deutschland auf jeden Fall nicht, nur helfen die, die getätigt werden dem Land nicht weiter und die, die es tun, sind maßlos unterfinanziert.
nurderBTSV!
Nordkurve
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Re: Polit- und Gesellschaftstalk

Beitrag von Nordkurve »

Dem stimme ich sehr zu. Nur so viel: Das Grundgesetz beinhaltet leider nicht ein (dann ja auch einklagbares) Recht auf Arbeit, sondern lediglich das Anrecht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes (12,1). Und zum Thema Migration und Arbeit: Es wird halt viel unternommen, damit die Geflüchteten hier nicht integriert werden und sich selbst integrieren können. Sprach- und Integrationskurse werden massiv gestrichen. Und die Regelungen zur Arbeit sind zwar auch bürokratisch überkomplex. Aber nicht das ist das Problem. Vielmehr fehlt der politische Wille, die Menschen so zu unterstützen, dass sie ihr Leben in die eigene Hand nehmen können (was die Sozialkosten sehr senken würde), aber mit einem Arbeitsplatz hätten sie starke Argumente für ihre Einbürgerung, mindestens aber zur Verlängerung ihres Aufenthalts. Man kann sagen, dass ethnisch-kulturelle Vorbehalte nach wie vor so stark sind, dass den Migrantinnen und Migranten Steine in den Weg gelegt werden. Vor denen, die es geschafft haben, die hier eine Schul- und Berufsausbildung absolviert haben und jetzt arbeiten, ziehe ich meinen Hut. Nicht nur, weil unsere überalterte Gesellschaft sie braucht, sondern weil sie echt was geschafft haben.
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